aktualisiert: 16. Juni 2012, 12:02 Uhr
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WÜRZBURG
Mainfranken Theater: Warum der Vorhang geschlossen bleibt
Intendant Hermann Schneider sagt eine für Samstag geplante Uraufführung kurzfristig ab »mehr
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mrdagobert (70 Kommentare) am 14.06.2012 21:39
Herr Schneiderhat eine Entscheidung getroffen, die zu unserem Würzburger Provinztheater (ohne Weltniveau) passt.Warum entmündigt man die Zuschauer? Will man nur noch unkritische Operetten-Konsumenten? Wie gut, dass es in Würzburg noch die kleinen, mutigen Bühnen gibt, die aber im Gegensatz zum mainstream-Stadttheater von der Stadt nicht unterstützt werden. |
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anap (599 Kommentare) am 15.06.2012 08:22
Unkritische Operettenkonsumenten???doch wohl eher anders - wer sich "wieder einmal" einen Theaterbesuch antut wird fast stets mit Provokationen konfrontiert und sei es nur ein Minimalismus an Konstümen, weil der Etat wieder nichts hergibt. Entmündigt muss man sich nicht fühlen - man bleibt einfach weg, das ist denn auch eine Methode,die man wohl "Abstimmung mit den Füßen" nennt. |
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Sonntagskind (273 Kommentare) am 15.06.2012 07:32
MutDanke für den Mut auch "Nein" zu sagen. Wer Grausamkeiten sehen will, hat im Internet genug Gelegenheit. Das muss auch nicht noch im Theater sein und als "Kunst" verkauft werden. Wer den Text lesen will, kann das tun. Gut dass man den Mut gezeigt hat, auch wenn man als "provinziell" beschimpft wird. Ich denke, die Meinung teilen die Mehrheit der Würzburger. Vielleicht herrscht in der Provinz noch etwas Verstand - nicht alles als "Kunst" empfinden zu müssen. |
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edith62 (13 Kommentare) am 15.06.2012 14:46
Würzburg und zeitkritische Kunst...Gefällig und schön verpackt geben sich Würzburgs Kulturmacher und -verantwortliche anscheinend gerne. Potentielle Kritik an einem Theaterstück darf in dieser Stadt keinen Anlass zu tiefergreifenden Diskussionen geben, weil die Verantwortlichen es nicht wollen, Magere Zeiten für Geist der Kunst, der nun ein Gespenst geworden ist. Würzburg macht Spass, das ist die Devise. Wäre es der Entscheid der beteilgten Künstler gewesen,. dann hätte ich Verständnis dafür gehabt. - Eine ART: Feigheit vor der Kunst. |
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MichaelVierkant (5 Kommentare) am 15.06.2012 22:33
ZuMUTbarKönnen moderne und aufgeschlossene Würzburgerinnen und Würzburger nicht selbst entscheiden, was Ihnen „zumutbar“ ist? Herr Waschkau geht an die Grenze des Erträglichen. Das liegt in der Natur seines Themas, denn er spricht über eine Realität, die tatsächlich absolut unerträglich ist: über Folter und Massenmord.Ist wirklich ein Theaterstück eine „Zumutung“ oder nicht viel mehr unsere Wirklichkeit? Ist es nicht viel mehr eine Zumutung, dass in demokratischen Ländern die Folter als reale Option diskutiert wird, dass die Leitnation der demokratischen Welt ein Lager unterhält, in dem systematisch gefoltert wird? Und ist es nicht eine Zumutung, dass unser Land zum drittgrößten Waffenexporteur der Welt aufgestiegen ist und damit der Wohlstand von einigen unter uns mit Tod und Elend in anderen Teilen der Welt erkauft ist? Herr Schneider hat das Stück mit einem Warnhinweis versehen, den jeder verstanden hat. Es kann nunmehr dem Publikum überlassen bleiben, ob es das Stück sehen möchte. |
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mainoli (647 Kommentare) am 17.06.2012 20:52
Unkritische Operettenkonsumenten???Ich gehe ins Theater um mich gut zu unterhalten. Unterhaltung muss Spaß machen, Freude bereiten und der Erholung dienen.Tut dies ein Theaterstück nicht, gehe ich nicht ins Theater. Deshalb gehen immer weniger hin. Dies ist der stille Protest. Wenn ich mich über Folter und Massenmord informieren möchte, dann tue ich das bestimmt nicht im Theater. Übrigens, für mich ist es keine Androhung von Folter, wenn einem Kindesentführer und Kindesmörder Schläge angedroht werden um das Leben eines Kindes zu retten. Dies müßte im Polizeihandbuch verbindlich vorgegeben werden. Opferschutz vor Täterschutz (hoffentlich Unwort des Jahres 2013!) Was interessiert es mich als Theaterbesucher[u][/u], ob " unser Land zum drittgrößten Waffenexporteur der Welt aufgestiegen ist". Gar nicht!!! |
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