aktualisiert: 01.02.2010 16:48 Uhr
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KARLSTADT
Ein neues Kapitel in der Geschichte der Kirche von Karlstadt
Domvikar Christoph Warmuth übergab im Namen des Bischofs die Kooperations-Urkunden für die Pfarreiengemeinschaft St. Georg
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Neue Gemeinschaft: Unter dem Schutz des Karlstadter Stadtpatrons St. Georg sind künftig sechs Pfarreien vereint. Im Bild von links: Pastoralreferent Wolfgang Pfeifer, Hertha Kühl (St. Ägidius Laudenbach), Wolfgang Endrich (St. Bartholomäus Gambach), Christian Keller (Heilige Familie Karlstadt), Walter Herberth (St. Andreas Karlstadt), Edmund Kraft (Vierzehnheiligen Mühlbach), Erich Kraft (Maria Himmelfahrt Stadelhofen), Pfarrer Dr. Mariusz Falk und Pfarrer Heinrich Busch.Foto: Günter Roth
Die bereits seit 2007 bestehende Gemeinschaft der Karlstadter Pfarreien St. Andreas und Heilige Familie wurde seit Sonntag um die aus Gambach, Laudenbach, Mühlbach und Stadelhofen erweitert. Bei einem Festgottesdienst überreichte der Domvikar Christoph Warmuth den Vertretern der sechs Mitglieder in der neuen Pfarreiengemeinschaft „Sankt Georg“ im Namen des Bischofs die Kooperations-Urkunden.
„Seien Sie in Ihrer neuen Pfarreiengemeinschaft bitte nicht nur Zuschauer, sondern aktive Teilnehmer!“, forderte der Domvikar die Gläubigen in der Karlstadter Stadtpfarrkirche auf, den Zusammenschluss nicht nur als Notlösung, sondern auch als echte Chance zu betrachten. In einer Zeit, in der viele sich alleine gelassen fühlten, in der Sicherheit und Vertrauen zwischen den Fingern zu zerrinnen scheinen und auch der Stellenwert der Kirchen sinke, sei es wichtig, die Zeichen der Nähe Gottes zu erkennen, betonte Warmuth.
„Mit diesem Festgottesdienst fangen wir eine neue Geschichte der Kirche von Karlstadt an!“, meinte Pfarrer Dr. Mariusz Falk in der Stadtpfarrkirche und bat, die Messe als Dank für all das, was wir empfangen haben und zugleich als Bitte feiern, „damit wir trotz der neuen Situation Gott treu bleiben und unseren Glauben lebendig und stark behandeln.“
„Gott ist unter uns“
Der Hauptzelebrant Domvikar Warmuth machte Mut und versicherte: „Gott ist da, in uns – unter uns! In einer Pfarreiengemeinschaft können wir auch im größeren Umfeld entdecken, was wichtig ist und wie wir es gemeinsam umsetzen können.“
Seit drei Jahren gibt es in Karlstadt schon eine Pfarreiengemeinschaft der Gemeinden St. Andreas und Zur Heiligen Familie. Diese wurde nun durch die Urkunde über die Kooperationsvereinbarung um die Pfarreien St. Bartholomäus (Gambach), St. Ägidius (Laudenbach), Vierzehnheiligen (Mühlbach) und Maria Himmelfahrt (Stadelhofen) erweitert. Damit umfasst sie rund 7600 Katholiken, die von zunächst drei – später nach dem Weggang des Pfarrers Hans Schwarz – von den Priestern Mariusz Falk und Heinrich Busch betreut werden. Ihnen zur Seite stehen neben den Diakonen Hans-Josef Klein, Franz-Josef Burkard und Josef Seufert und dem Pastoralreferenten Wolfgang Pfeifer jeweils die Wortgottesdienstleiter und Lektoren der einzelnen Pfarreien.
Die einzelnen Pfarreien behalten trotz der Kooperation ihre Selbstständigkeit, Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung und Kirchenstiftung bleiben weiter in der Hoheit der einzelnen Pfarreien. Für gemeinsame Aktivitäten, die alle beteiligten Pfarreien betreffen, wird ein Pfarreiengemeinschafts-Team sowie ein gemeinsamer Finanzausschuss gebildet, dem Mitglieder aus allen Pfarrgemeinderäten beziehungsweise Kirchenverwaltungen angehören. Jede Pfarrei ist dort gleichberechtigt stimmberechtigt, unabhängig von der Größe der jeweiligen Pfarrei.
Schnelle Umsetzung
„Noch vor einem Jahr haben wir nicht einmal im Traum daran gedacht, dass die Erweiterung unserer Pfarreiengemeinschaft so schnell abgeschlossen sein wird“, sagte Pfarrer Falk und bedankte sich für alle die „diese Verantwortung für unsere Zukunft in die Hand genommen haben“. Die anspruchsvolle musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes hatten mehrere Chöre und Musikgruppen aus den beteiligten Pfarreien. Die Gesamtleitung lag bei Manfred Goldkuhle.

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